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Geld verdienen mit Ihrer Wohnung

Geld verdienen mit Ihrer Wohnung
Neben dem Pauschal- oder dem Individualtourismus gibt es seit einigen Jahren ein weltweites Angebot, um für Berufs- oder Urlaubsreisen eine in jeder Hinsicht günstige Unterkunft zu bekommen. Im US-amerikanischen Silicon Valley ist Mitte der 2000er Jahre ein Community-Marktplatz gegründet worden, der weltweit die Vermietung sowie die Buchung von privaten Unterkünften anbietet. Die englische Bezeichnung Airbedandbreakfast, zu Deutsch Luftmatratze und Frühstück, wurde innerhalb kurzer Zeit zum Begriff in nahezu allen Ländern auf den fünf Kontinenten.

Für beide Seiten ist es eine Win-win-Situation. Private Vermieter stellen ihre Wohnung, ihr Appartement oder ein, zwei Zimmer zur Verfügung. So wie sie eingerichtet und ausgestattet sind, besenrein sauber und gepflegt. Und der Gast bezieht, wohnt und lebt in dieser angemieteten Unterkunft für die vereinbarte Zeit. Das kann eine Nacht, können aber auch mehrere Wochen sein. Die Vermittlung von Angebot und Nachfrage läuft über Community-Marktplätze wie beispielsweise airbnb.com oder 9flats.com. Die einen bieten dort ihr privates Zuhause an, die anderen erkundigen sich nach einer passenden Unterkunft. Buchung, Organisation und Bezahlung werden über den Anbieter abgewickelt, und im Gegensatz zu so mancher Ferienwohnung ist die Ethik der Mieter in Bezug auf das private Eigentum, das sie zu einem meistens sehr günstigen Preis nutzen können, sehr hoch. Es gibt weltweit so gut wie keine begründeten Beschwerden, Sachbeschädigungen oder dergleichen sind ein No-go und absolutes Fremdwort.

Wer beispielsweise eine Studentenwohnung gemietet hat und sie während der Semesterferien nicht bewohnt, kann sie anbieten, damit Geld verdienen und die ohnehin fällige Miete refinanzieren. Aus juristischer Sicht sollte bei diesem Beispiel der eigene Mietvertrag in Bezug auf die Möglichkeit einer Untervermietung geprüft werden. Anders sieht es aus, wenn Eigentum vermietet wird, das entweder selbst bewohnt wird, oder temporär unbewohnt ist. Der ursprüngliche Charakter dieser Möglichkeit, mit der eigenen Wohnung Geld zu verdienen, ist die kostenpflichtige Nutzungsüberlassung von privat an privat.

Der Verdienst wird vom Vermieter selbst bestimmt. Er entscheidet nach realistischen Gesichtspunkten über den Tagessatz für die erste Person sowie für mögliche weitere Personen. Ähnlich wie in Ferienhäusern auch, ist es durchaus üblich, für die fällige Endreinigung eine pauschale Zusatzzahlung zu verlangen. Ausschlaggebend für die Preisgestaltung sind die Quadratmeter Wohnfläche, die örtliche Lage, die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, und natürlich die Ausstattung und Einrichtung der Wohnung selbst. In einer Präsentation des eigenen Objektes auf der Internetplattform kann alles im Detail vorgestellt, beschrieben und ins rechte Licht gerückt werden. Sei es das 30qm große Appartement zum Tagespreis von 40 Euro, oder die 100qm große zweigeschossige Wohnung mit mehreren Zimmern, zwei Bädern und Balkonterrasse zum Preis von 150 Euro in einer europäischen Metropole. Der Anbieter bestimmt den Preis und stellt anhand der Nachfrage recht schnell fest, wie richtig er damit liegt.

Die Zeitintensität für diesen Nebenjob ist überschaubar. Sobald die Präsentation des eigenen Heims online steht, richtet sich der Arbeits- und Zeitaufwand nach der Frequentierung durch die Gäste. Es besteht keine Pflicht, jeden Interessenten auch tatsächlich zu akzeptieren. Angebot und Nachfrage müssen miteinander korrespondieren; zu Deutsch, Vermieter und Mieter müssen sich einig sein, und beide müssen das Geschäft auch tatsächlich wollen.

Es ist durchaus möglich, dass im Verlaufe des Jahres mehrere tausend Euro an Mieteinnahmen zusammenkommen. Für den Vermieter stellt sich die Frage, wie er mit dieser Situation richtig und gesetzeskonform umgeht. Wenn es sich um ganz sporadische Überlassungen handeln sollte, mit marginalen Einnahmen im dreistelligen Eurobereich, ist das kaum der Rede wert. Ansonsten sollte ein Gewerbe als Einzelunternehmer angemeldet werden. Besonders dann, wenn es sich um Eigentum, wie um ein eigenes Appartement, oder um eine eigene Wohnung handelt. Der Weg hin zum gewerblichen Vermieten ist recht kurz. Und auf der anderen Seite können in diesem Falle alle damit zusammenhängenden Ausgaben steuerlich geltend, also abgesetzt werden.

Das reduziert die Steuerlast und erhöht die letztendlichen Einnahmen, die mit der Wohnung erzielt werden können!